Persönliche Schutzmaßnahmen - Allgemein

Auf Basis des COVID-19 Maßnahmengesetzes wurde die gesundheitsrechtliche COVID-19-Notmaßnahmenverordnung (COVID-19-NotMV) kundgemacht. Sie enthält in § 6 eine allgemeine Regelung zu Orten der beruflichen Tätigkeit. Bei den Regelungen zur Minimierung der Infektionsgefahr mit COVID-19 – auch bei der beruflichen Tätigkeit – handelt es sich um allgemeine Gesundheitsschutzregelungen.

Zu den allgemeinen Maßnahmen für Orte der beruflichen Tätigkeit sowie Kundenbereichen vergleichen Sie hier.

Hinweis:  Welcher Atemschutz und weitere PSA im Gesundheitsbereich erforderlich sind, finden Sie auf der Themenseite Atemschutz und PSA im Gesundheitsbereich.

Schutzmaßnahme „Mund und Nasenschutz – MNS“

Mund und Nasenschutz Maske

In Arbeitsstätten muss in geschlossenen Räumen zusätzlich zur Einhaltung des 1-Meter-Abstandes grundsätzlich eine den Mund- und Nasenbereich abdeckende und eng anliegende mechanische Schutzvorrichtung getragen werden (davon kann eine Ausnahme gemacht werden, sofern technischen Maßnahmen, wie Trennwände oder Plexiglasscheiben oder – sofern technische Maßnahmen die Arbeitsverrichtung unmöglich machen – organisatorische Maßnahmen, wie das Bilden fester Teams getroffen wurden).
Die Maske reduziert das Verbreiten von Viren. Durch das Tragen der Maske ist das Gegenüber geschützt.

Entgegen der in sozialen Medien kursierenden Einträge zur Anreicherung von CO2 unter MNS wird  festgestellt, dass es zwar unbestritten ist, dass die Atmung durch mechanische Barrieren behindert wird aber trotzdem keine Gesundheitsgefährdung vorliegt. Das Robert-Koch-Institut (RKI) schreibt dazu „Grundsätzlich kann jeder Atemschutz das Ein- und Ausatmen erschweren, da er eine Barriere darstellt. Diese Barriere ist unterschiedlich stark je nach Filterleistung, nach Ausstattung der Maske mit Ventil oder ohne (bei FFP-Masken) oder nach Art des Materials beim MNS. Man könne aber davon ausgehen, dass von zertifizierten Masken keine Gesundheitsgefahr für gesunde Anwender ausgehe“.

Es ist daher auch davon auszugehen, dass die üblichen Stoffmasken, die zudem an den Rändern nicht so dicht abschließen, für Frischluft ausreichend durchlässig sind. Empfohlen wird, dass MNS nicht ununterbrochen über Stunden getragen werden sollte, sondern zwischendurch kurze Pausen gemacht werden, allein schon, um den MNS zu wechseln. Bei Schwindel, Kopfschmerzen und Ähnlichem sind Pausen und Frische-Luft-Schnappen jedenfalls angezeigt.

Schutzmaßnahme Gesichtsschutz

Piktogramm Gesichts-PSA


Das  Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz führt dazu in den FAQ aus (Stand 23.9.2020):
"Ein MNS muss richtig über Mund, Nase und Wangen platziert sein und an den Rändern möglichst eng anliegen, um das Vorbeiströmen von Luft an den Seiten zu minimieren. Durch das Tragen eines MNS kann die Geschwindigkeit des Atemstroms oder des Speichel-/Schleim-Tröpfchenauswurfs reduziert werden. Visiere dagegen könnten i.d.R. maximal die direkt auf die Scheibe auftretenden Tröpfchen auffangen. Aktuelle Studien weisen darauf hin, dass die Rückhaltewirkung von Visieren auf ausgestoßene respiratorische Flüssigkeitspartikel deutlich schlechter ist. Daher ist die Verwendung von Visieren und Kinnschutz nach dem gegenwärtigen Kenntnisstand der Wissenschaft nicht gleich gut wie ein normaler MNS aus Stoff, der eng anliegt.

Grundsätzlich sind nur den Mund- und Nasenbereich abdeckende, eng anliegende Schutzvorrichtungen zu verwenden. Nur wenn dies aus gesundheitlichen Gründen nicht zugemutet werden kann, darf auch eine nicht eng anliegende Schutzvorrichtung, wie ein Gesichtsschild getragen werden. Das Vorliegen dieses Ausnahmegrundes ist durch ärztliche Bestätigung nachzuweisen.

Handschuhe

  • Es gilt die Grundregel: Handhygiene und die Vermeidung, sich ins Gesicht zu fassen, sind unumgänglich.
  • Handschuhe können natürlich einen Schutz bieten. Für den Umgang muss es aber klare Regeln geben. Viele Kontaminationen entstehen beim Ablegen von Schutzhandschuhen, weil dies nicht richtig erfolgt.
  • Lange Tragezeiten von Handschuhen führen zu einer hohen Belastung der Haut durch Feuchtigkeit, aber auch die oftmalige Reinigung und Desinfizierung der Hände führt zu einer hohen Belastung der Haut. Hier sind geeignete Hautmittel zur Verfügung zu stellen. Unter Einbeziehung der Präventivfachkräfte (Arbeitsmedizin) ist abzuklären welche Hautmittel (für Hautschutz, Hautreinigung und Hautpflege) geeignet sind und nach welchem Hautschutzplan die Anwendung erfolgen soll.

Letzte Änderung am: 29.12.2020