Sprengarbeiten

Sicherheit und den Gesundheitsschutz der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bei der Durchführung von Sprengarbeiten

Sprengarbeiten werden hauptsächlich bei der Gewinnung von mineralischen Rohstoffen im ober- und untertägigen Bergbau und bei Bauarbeiten, wie der Herstellung von Tunneln oder Abbrucharbeiten, durchgeführt.

Daneben sind aber eine Reihe anderer Einsatzmöglichkeiten für Sprengmittel gegeben, wie beim Lawinen- und Eissprengen, bei Metall- oder bei Kultursprengungen.

Als Sprengarbeiten gelten:

  • Übernahme, Verwahrung und Transport von Sprengmitteln
  • Herstellen von Sprengladungen und Besetzen,
  • Herstellung und Prüfung von Zündanlagen,
  • Abtun der Sprengladungen,
  • Entschärfen von Sprengladungen,
  • Beseitigung von Versagern,
  • Entsorgung von Sprengmitteln

Damit Sprengarbeiten sicher durchgeführt werden können sind einige wichtige Rahmenbedingungen zu beachten:

  • Sprengarbeiten dürfen nur unter Aufsicht von Sprengbefugten durchgeführt werden
  • Es dürfen nur zugelassene Sprengstoffe und Zündmittel verwendet werden
  • Eine Gefährdungsbeurteilung ist vor Aufnahme der Sprengarbeiten durchzuführen
  • Auf Grundlage der Ermittlung und Beurteilung der Gefahren  ist für jede Sprengung ein Sprengplan zu erstellen.

Wesentliche Arbeitsschutzregelungen

Unterlagen, Publikationen, Studien

Die Broschüre M226 "Sprengarbeiten" der AUVA informiert über Arten von Sprengungen, über die richtige Lagerung und über mögliche Pannen.

Sicherer Umgang mit elektrischen Sprengzündern im Bereich hochfrequenter elektrischer Felder

Ziel dieser, vom Zentral-Arbeitsinspektorat in Auftrag gegebenen und von der Montanuniversität Leoben (MUL) durchgeführten, Studie war es, die Rahmenbedingungen zu ermitteln, unter denen eine unbeabsichtigte Umsetzung elektrischer Zünder durch hochfrequente Strahlung ausgeschlossen werden kann und Verhaltensregeln zur sicheren Anwendung elektrischer Zünder im Bereich hochfrequenter Felder auszuarbeiten.

Sicherer Umgang mit elektrischen Sprengzündern im Bereich hochfrequenter elektrischer Felder (PDF, 1,4 MB)

Projekt Air Deck - Sprengen mit einem Luftpolster aus dem Bohrlochtiefsten

Beim Laden und Besetzen von Sohlbohrlöchern sind Arbeitnehmer zumeist erheblicher Steinfallgefahr ausgesetzt. In diesem Projekt wurde nun analysiert, ob ein im Ausland mit Erfolg angewandtes Sprengverfahren (Einsatz von Luftpolstern - Air Decks), bei dem Sohlbohrlöcher weitgehend entbehrlich sind, auch unter den spezifischen Bedin­gungen der österreichischen Bergbaubetriebe erfolgreich angewandt werden kann.

Das Projekt wurde vom Lehrstuhl für Bergbaukunde an der Montanuniversität Leoben in Zusammenarbeit mit drei Bergbaubetrieben und dem BMWA, Sektion Arbeitsrecht und Arbeitsinspektion, durchgeführt.

Air Deck Abschlussbericht (PDF, 0,4 MB)




Letzte Änderung am: 07.02.2020